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Flugverkehr: Mitschuld an Erwärmung der
Arktis - Jets tragen vier bis acht Prozent zum Klimawandel bei
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| Flugverkehr trägt Mitschuld
an der Klimaerwärmung (Foto: Wolfgang Weitlaner) |
Der Flugverkehr trägt zwischen vier und acht Prozent zur
Klimaerwärmung bei. Das entspricht in etwa einem Temperaturäquivalent
von 0,03 bis 0,06 Grad Celsius auf der ganzen Welt. Zu diesem
Schluss kommen Forscher der Stanford University in Palo Alto beim
jährlichen Treffen der American
Geophysical Union.
Die Analyse der Atmosphärenforscher hat allerdings noch
ein weitaus dramatischeres Bild für die Nordpol-Region gezeigt.
Denn in dieser sensiblen Zone ist Flugverkehr für 15 bis
20 Prozent an der Erwärmung verantwortlich. Die Resultate
dieser Analysen könnten für einen Wechsel in der Beurteilung
des Flugverkehrs in den Klimaschutz führen.
Spuren von jährlich 35 Mio. kommerziellen Flügen
Rund 35 Mio. kommerzielle Flüge werden weltweit jährlich
durchgeführt. Studien in Europa haben gezeigt, dass Regierungen
nun ernstlich darüber nachdenken, eine CO2-Steuer auf den
Flugverkehr einzuheben. Bisher haben Studien nur geschätzt,
welche Auswirkungen die kommerzielle Luftfahrt auf das Klima hat.
Die aktuelle Untersuchung von Mark Jacobson hat erstmals Emissionsdaten
von 2004 bis 2006 verwendet, um die Auswirkungen auf das Klima
zu untersuchen. Dazu haben die Wissenschaftler ein Modell der
Flugzeug-Emissionen erstellt, das den Einfluss auf die atmosphärische
Zusammensetzung, die Bewölkung sowie die physikalischen Eigenschaften
von Emissionen - insbesondere Ruß - berücksichtigt.
Emissionen nicht überall gleich schädlich
Viele vorhergehende Studien kommen zum Schluss, dass Emissionen
aus dem Flugverkehr überall die gleichen Schäden anrichten.
Mit der nunmehrigen Untersuchung konnten die Wissenschaftler dies
allerdings widerlegen. Die Flugzeuge sorgen für einen Zuwachs
von Cirrus-Wolken, in Gebieten wo Kondensstreifen häufig
auftraten.
In anderen Regionen sorgen sie hingegen für einen Anstieg
der Temperaturen in der unteren Atmosphäre. Zudem reduzieren
sie dort die relative Feuchtigkeit. Wenn die Rußmenge, die
emittiert wird, um das 20-fache reduziert werden könnte,
würde man die Erwärmung aufhalten und sogar für
eine Abkühlung sorgen, meint Jacobson.
Quelle: pressetext deutschland (23.12.2009) |