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Mount Everest: Weniger Touristen als Ökoschutzmaßnahme
- Umweltbehörden wollen Massenansturm verhindern
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| Der Mount Everest (Foto: skeiwoker/pixelio.de) |
Tibet will die Zahl der Touristen am Mount Everest reduzieren,
um das ökologische Gleichgewicht nicht zu zerstören,
meldet China
Daily. Jährlich lockt der Qomolangma - wie der Berg auf
Tibetisch heißt - mehr als 40.000 Touristen an. Diese hinterlassen
rund 120 Tonnen an Abfällen. Der Ansturm sei für die
Umwelt ein großes Problem, meinen Experten.
"Die steigende Zahl an Touristen und Bergleuten macht den
Schutz des Berges nicht gerade leicht", so Zhang Yongze,
Direktor des Environmental Protection Bureau der autonomen Region
Tibet. Ab wann die Restriktionen zum Tragen kommen, steht allerdings
noch nicht fest. Derzeit gibt es allerdings keine wie immer gearteten
Einschränkungen, was den Berg angeht. Die große Zahl
an Besucher übt auf das fragile Ökosystem allerdings
großen Druck aus, so der Beamte, der sich seit 1998 mit
dem Umweltschutz in Tibet befasst. Aufgrund der stetig ansteigenden
Besuchermenge, die sich zum Großteil wenig bis gar nicht
über die Umweltauswirkungen Gedanken macht, wird der Everest
auf der nepalesischen Seite auch als höchste Mülldeponie
der Welt bezeichnet.
Zhang will genau das für die chinesische Seite nördlich
des 8.848 Meter hohen Berges verhindern. Daher haben die Behörden
zwei Müllsammelstellen in der Nähe des Rongbuk Klosters
eingerichtet. Was in der gesamten Himalaya-Region allerdings offensichtlich
wird, sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung. Die Gletscher
am Tibet-Qinghai-Plateau schmelzen schnell. Abgase von Autos und
anderen Fahrzeugen, mit denen die Menschen ins Gebirge fahren,
richten weitere Schäden an. Die Behörden erlauben daher
seit 2003 ab den Rongbuk-Klöstern keine Zufahrt für
Transport-Fahrzeuge mehr. Ab dort muss man auf Karren umsteigen.
Ersten Erhebungen zufolge konnten dadurch die Emissionen deutlich
reduziert werden. Seit 2000 wird mit technischem Equipment die
Luft- und Wassergüte gemessen. Eine Sammelstelle für
Trekking- und Expeditionsmüll soll in der ersten Hälfte
des kommenden Jahres eingeführt werden. Problematisch bleibe
allerdings immer noch die Müllsammlung jenseits der Klöster,
wie Zhang erklärt. Ein Weg aus der Müllmisere sei, die
Zahl der Besucher zu reduzieren. "Wir müssen daran festhalten,
dass jeder Tropfen Wasser, der vom Qomolangma kommt, sauber ist",
so Zhang. Wie viel Müll sich tatsächlich in der Gegend
rund um den Berg befindet, darüber spekulieren Fachleute.
Am 1. Mai konnte eine Heerschar von Freiwilligen acht Tonnen Abfälle
einsammeln. Seit 1988 sind die 34.000 Quadratkilometer rund um
den Qomolangma zu einer Schutzzone geworden.
Quelle: pressetext.austria (24.06.2008)
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