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Klimawandel: Drastische Folgen für Verkehr
und Infrastruktur - Hitze, Überschwemmungen und Hurrikans als
größte Probleme
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| Überschwemmung in Ascona im
Schweizer Kanton Tessin (Foto: CH-Forschung/Karl Baer) |
Der Klimawandel könnte schwerwiegende Folgen für die
Bereiche Infrastruktur und Verkehr haben, warnen US-Wissenschaftler
in einem Report des National
Research Council . Am schwersten würden in Zukunft küstennahe
Gebiete betroffen sein. Überflutungen von Straßen, Zuggleisen
oder Flugzeug-Landebahnen durch den steigenden Meerespegel könnten
bald zur Regel werden. Doch auch in Deutschland wird die globale
Erwärmung drastische Folgen für den Verkehr haben, so
das Ergebnis einer Untersuchung des Kompetenzzentrum für Klimafolgen
und Anpassung
KomPass aus dem Jahr 2006.
Während der Straßenverkehr im Winter durch die Abnahme
von Schnee und Eis eher profitieren würde, könnten vor
allem Hitzetage im Sommer zu höheren Unfallzahlen und Schäden
an der Infrastruktur führen, vermuten die Wissenschaftler.
Zusätzlich könnten häufigere Stürme, Hagel oder
Hochwasser den Verkehr zum Erliegen bringen. Die Schifffahrt ist
durch Schwankungen des Wasserstands in den Flüssen betroffen.
Bislang seien mögliche Auswirkungen des Klimawandels in Wissenschaft
und Praxis jedoch kaum thematisiert worden, so die Wissenschaftler.
Das National Research Council begründet zukünftige Probleme
durch fünf Faktoren. Höhere Temperaturen und Hitzewellen,
steigende Temperaturen in der Arktis, der Anstieg des Meerespegels,
stärkere Niederschläge und die Häufung von Hurrikans
stellen die größten Herausforderungen dar. Die Infrastruktur
sei auf die geänderten Umweltbedingungen nicht vorbereitet
und erfordere Anpassungen. Es sei Zeit, die neuen Probleme anzuerkennen
und Lösungen zu finden, so Forschungsleiter Henry Schwartz
Jr. gegenüber ScienceDaily.
Doch die Erderwärmung könne auch positive Folgen für
den Schiffsverkehr haben, vermuten die US-Forscher. Das Abschmelzen
der Eismassen in der Arktis könnte zukünftig neue und
kürzer Seerouten ermöglichen. Der Straßenverkehr
in kälteren Regionen würde zudem sicherer werden. Dort
wo Probleme zu erwarten sind, müsse jedoch rasch reagiert werden.
Die Kosten, die anfallen würden um Verkehrswege anzupassen,
müssten im Verhältnis zu den Kosten einer möglichen
Katastrophe gesehen werden, geben die Wissenschaftler zu bedenken.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft IDW (14.03.2008)
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