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Wie Städte im Computer entstehen: RUB-Geographin
für neue Software prämiert
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| Die Essener Innenstadt
mit Kruppgürtel |
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| Visualisierung der alten
Synagoge |
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Programm ordnet Gebäuden Dächer zu
Städte im Computer entstehen lassen können nun Stadtplaner mit
einer neuen Software aus Bochum, die unmittelbar den Weg zum Markt
genommen hat. Für ihr Programm, das dreidimensional Dächer und somit
komplexe Stadtlandschaften bildhaft umsetzt, erhielt Diplom-Geogr.
Silke Tappiser kürzlich den Praxis-Preis der Fakultät für Geowissenschaften
der RUB. Das Programm gibt es demnächst im Handel; Tappiser entwickelte
es für ihre Diplomarbeit am Geographischen Institut.
Am Beispiel der Stadt Essen
Silke Tappiser hat ihre Software am Beispiel eines flächendeckenden
Modells der Stadt Essen entwickelt. Vor allem die dreidimensionale
Darstellung von Dächern war bislang schwierig bzw. musste in einer
komplizierten Punkt für Punkt Digitalisierung erstellt werden. Komplexe
Modelle verzichteten deshalb auf eine durchgängige Dreidimensionalität
- was aber für Berechnungsdaten unerlässlich ist.
Ob Walm- oder Spitzdach
Der Clou ihres Modells ist ein Algorithmus, der geometrischen Formen
wie Gebäudegrundrisse erkennt und automatisch dazugehörige Dachtypen
zuordnet. Mittlerweile erkennt und verarbeitet das Programm 20 verschiedene
Dachtypen - beispielsweise Satteldach, Walm- oder Spitzdach. In
der Praxis arbeiten bereits die Städte Essen und Hagen mit der Software.
Eine weitere Vermarktung wird vorbereitet.
Der optimale Ort für die Solaranlage
Die Software hilft nun Stadtplanern, den optimalen Ort für Funkmasten
oder die sonnenreichste Dachseite der Solaranlage zu finden. Liegenschaftskarten,
Luftbilder und Laserscanrohdaten bilden das Grundgerüst der neuen
Software. Während bislang Dächer und Dachtypen per Hand in Programme
wie ESRI® ArcGISTM eingegeben bzw. nachdigitalisiert werden mussten,
stellt nun die neue Software verschiedene Dachtypen zur Verfügung.
Damit haben Planer ein auf dem GeoInformationsSystem (GIS) basiertes
Instrument, mit dem aus zweidimensionalen Daten dreidimensionale
Modelle erzeugt werden können.
Weitere Informationen
Dipl.-Geogr. Silke Tappiser, Tel. 02102/149189, E-Mail: s.tappiser@gmx.de
Abb.: Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster, Stadt Essen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft IDW (10.06.05) http://www.idw-online.de
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